Am 11. April stand für die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren in der Gemeinde Hohenhameln ein mittlerweile bekannter, jedoch immer wieder besonderer „Einsatz“ auf dem Plan. Zum dritten Mal fand eine Sprengung im Bereich des ehemaligen Kraftwerkes in Mehrum statt.
Und so versammelten sich insgesamt 46 Feuerwehrleute unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters Bastian Schillmöller am Feuerwehrhaus in Mehrum zu einer ersten Einsatzbesprechung.
Die insgesamt 8 Fahrzeuge waren in verschiedenen Funktionen eingeteilt. Die Mehrumer Kameradinnen und Kameraden waren mit dem TLF 3000 und LF 10 zur Brandsicherheitswache auf der Kanalbrücke postiert um bei einem möglichen Brandereignis schnell reagieren zu können. Der MTW Clauen und die TSF-W´s aus Bierbergen, Equord und Harber waren für die Absicherung der Wege rund um das Kraftwerk zuständig. Ebenfalls im Einsatz war der ELW 1 als zentrale Koordinierungsstelle für das gesamte Einsatzgeschehen und der Mehrumer MTW stand zur schnellen Verfügung bereit.
Um 9 Uhr, bereits 2 Stunden vor der Sprengung waren alle Fahrzeuge inklusive Besatzung auf den zugewiesenen Posten verteilt und konnten die „Sicherheit“ herstellen, wie dann rund eine Stunde später via Funk an Einsatzleitung und Sprengmeister übermittelt wurde. Für die Kräfte des Sprengunternehmens, ist das gemeldete Kommando das Wichtigste, um das vorher genau geplante Prozedere überhaupt in Gang zu setzen.
Rund 60 kg Sprengstoff wurde benötigt, um die 6000 Tonnen Stahl, den „Luftvorwärmer“ und die „DENOX“ fachgerecht vom „Kesselhaus“ zu sprengen. Der Sprengmeister berichtete den Führungskräften im Vorhinein, dass es technisch eine recht anspruchsvolle Sprengung sei, da die Besonderheit, dass ein Anbau eines Gebäudes gesprengt würde, das eigentliche Gebäude aber noch stehen bleibt, nicht so oft vorkomme.
Wenige Minuten vor 11 war es dann so weit: Mit dem ersten Sprengsignal wussten alle Beteiligten und Zuschauende: Gleich geht es los. Die „Vergrämungssprengung“ ein lauter Knall, der im Sprengobjekt befindliche Tiere verscheuchen soll, war zu hören. Kurz danach ertönte per Funk die Stimme des Sprengmeisters „5,4,3,2,1- Zündung“ und die Einsatzkräfte konnten sehen, wie der Anbau des „Kesselhauses“ in sich zusammenfiel.
Weiterhin jedoch keine Entspannung für die Einsatzkräfte. Erst als der Signalton für die Entwarnung und das Kommando „Sicherheit“ via Funk übermittelt wurde, konnten alle Einsatzkräfte aufatmen und sich dem gemütlichen Teil, dem gemeinsamen Bratwurst-Essen auf dem Kraftwerksgelände widmen. Bei netten Gesprächen zwischen allen Beteiligten konnte so auch die 3. Sprengung ohne besondere Vorkommnisse und somit sehr erfolgreich abgeschlossen werden.
Die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten lief wieder einmal Hand in Hand. Die Kräfte des ELW 1, der Ortsfeuerwehren Mehrum, Bierbergen, Equord, Clauen und Harber, der Polizei, die stellv. Gemeindebrandmeister und die Mitarbeitenden der verantwortlichen Unternehmen haben wieder einmal stark und professionell zusammengearbeitet. Herzlichen Dank dafür von Seiten der Feuerwehr.
Fotos und Bericht: Aaron Böker



